Institut für Psychotherapie, Spiritualität und Erwachsenenbildung

 

Sterbekunst als Lebenskunst

Kontemplation und Wege zur Versöhnung

Termin: 1.-8.03.2019
Anmeldeschluss: 24.02.2019 / Frühbucherrabatt bis 20.12.2018
Ort: Zisterzienser Abtei Marienstatt, Westerwald

Leitung: Bettina Knepper, Stephan Noesser
Kursnummer: S 23
Kursgebühr: 440,-€ (390,-€ Frühbucherrabatt bis 20.12.2018)

Im Mittelalter galt das Sterben als eine Kunst. Sie zu erlangen, befähigte aber auch zum Leben.
Als „kostbarsten Unterricht an den Sterbebetten“ bezeichnet Hilde Domin den Tod in einem ihrer Gedichte: „Jeder der geht belehrt uns ein wenig über uns selbst“, sagt sie und schließt: „Dein Tod oder meiner [ist] der nächste Unterricht“!
Wie schade also, wenn wir erst im eigenen Tod wirklich erfahren, welch grundlegende Bedeutung das Sterben für unser Leben hat!

Sinn und Ziel dieses 8-tägigen „Sterbeseminars“ ist es, sich mit dem eigenen Leben zu versöhnen und die „Altlasten“ freizugeben, die uns am Leben hindern. Es geht auch um Aussöhnung mit den nicht gelebten Anteilen der eigenen Person. Denn „Lebensverweigerung ist die eigentliche Schuld“ (F.X. Jans-Scheidegger).

© pixelschieber - Fotolia

Eingeladen zu dieser intensiven Erfahrung ist jeder, der sich unter fachkundiger Leitung im geschützten Rahmen und in einer Gruppe mittels aktiver Imagination dem eigenen Sterbe- und Werdeprozess stellen möchte.
Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich mit sich selber und der eigenen Biografie auseinanderzusetzen. Das kann zum Beispiel bedeuten, bisherige Lebensmaximen zu hinterfragen und eine Neuorientierung zuzulassen.
Da dieser Prozess in Zeiten der meditativen Stille und des Schweigens eingebettet ist, sind Basiserfahrungen in der Meditation hilfreich, aber nicht unbedingt verlangt.

Das Seminarkonzept stammt vom Begründer der Via-Cordis-Bewegung, dem Schweizer Theologen und Psychotherapeuten Franz-Xaver Jans-­Scheidegger, der dieses Seminar bis zu seiner heutigen Form über viele Jahre weiter entwickelte und seine Erfahrungen mittlerweile an seine Schüler/Innen in 2.Generation weitergibt.
Besonders geeignet ist es für Hospiz-MitarbeiterInnen und Fachkräfte der Palliativmedizin, um dem Tod anderer Menschen ohne falsche Furcht und mit mehr Verständnis zu begegnen.

Über die auf 20 Personen beschränkte Teilnahme entscheidet neben dem Ausfüllen des Anmeldeformulars (s.u.) das Datum der Anzahlung von 100€ auf das IPSE-Konto (S.Noesser; IBAN: DE11 4526 0475 0004 2315 01). Der Rest der Kursgebühr ist vor Beginn des Kurses zu bezahlen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden direkt an das Gästehaus gezahlt. 

 

Das Programm der 8 Tage:

Freitag: Ankommen
Samstag: Mich zeigen, wie ich bin
Sonntag: Umgang mit dem Mangel: Abschiednehmen, Trauern und Verzeihen
Montag: Aussöhnung mit den Ahnen, Verwandten und Bekannten, und mit unerfüllten Projekten
Dienstag/
Mittwoch:
Versöhnen in der Sterbemeditation – Rückkehr zum Tor der Geburt (die aktive Imagination wird jeweils in einem 2er Team erlebt. das diesen Prozess versetzt durchlebt und sich dabei wechselseitig unterstützt)
Donnerstag: Tag der Ruhe und Regeneration
Freitag: Aufbruch und Rückkehr: Konsequenzen des Sterbeprozesses für mein Leben – Heimkehr

Anmeldung

Verpflegung
Unterbringung

 

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